
Kelag - Brockhausengasse
Das großvolumige, soziale Wohnbauprojekt wird über Solewärmepumpen beheizt und passiv gekühlt. Gebrauchswarmwasser wird ebenfalls durch die Wärmepumpenanlage erzeugt. Das Erdsondenfeld wird über einen Trockenrückkühler regeneriert.
Die Stadt Wien und weitere gemeinnützige Organisationen haben sich im Rahmen dieses Projekts bewusst für einen Schwerpunkt auf leistbare und langfristig stabile Energiekosten entschieden. Zu diesem Zweck wurde von den Planern ein innovatives Energiekonzept auf Basis von Geothermie in Kombination mit leistungsstarken Photovoltaikanlagen entwickelt. Ziel war es, einen kompetenten Energiepartner zu finden, der sowohl den Betrieb als auch die Instandhaltung der Wärmepumpen- und Photovoltaikanlagen übernimmt. Als zentrale Kennzahl für die Wirtschaftlichkeit und Effizienz des Gesamtsystems dient dabei die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpenanlage.

DECA

Bernhard Fleisch
DECA Geschäftsstelle
Weitere Informationen
254 Mietwohnungen 3 Sole-Wasser-Wärmepumpen mit insgesamt rund 520 kW Leistung 4 Elektroheizkessel à 24 kW 2 Photovoltaikanlagen mit insgesamt 318 kWp 70 Tiefensonden mit 120 bis 130 m Tiefe 285 kW Rückkühler 200 m Verbindung zwischen den Heizzentralen Wärmeabgabe über aktivierte Betondecken
Die Bereitschaft von Bauträgern, gemeinsam mit lokalen Fernwärmebetreibern in moderne Energieversorgungslösungen zu investieren, nimmt spürbar zu. Insbesondere der Mehrwert aktiver beziehungsweise passiver Kühlung wird vom Markt zunehmend erkannt und nachgefragt.Die Planung und Umsetzung größerer Wärmepumpenanlagen stellt für Installateure, Elektriker und Baumeister vielfach noch einen Lernprozess dar. Dennoch ist die Offenheit gegenüber diesen Technologien hoch. Anlagenspezifische Besonderheiten, technische Schnittstellen und projektspezifische Herausforderungen können jedoch nur in enger Zusammenarbeit aller Beteiligten erfolgreich gelöst werden.Entscheidend sind dabei sowohl finanzstarke und verlässliche Partner als auch engagierte Mitarbeiter vor Ort. Die bisherigen Projekte zeigen, dass technische Hürden überwunden werden können, wenn Planer, Errichter und Betriebsführer frühzeitig eingebunden werden und gemeinsam an der Umsetzung arbeiten.
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